Zum zweiten mal waren wir vom 2. bis 9. August 2009 in der Schaddelmühle
und arbeiteten dort, als eine täglich
unterschiedliche Mischung aus Jugendlichen, in der Woche sechs Stunden am Tag und halfen dort beim Fortschreiten der Bauarbeiten
am Nebengebäude. Nach getaner Arbeit wurden die Teilnehmer wieder mit einem vielfältigen Freizeitangebot entlohnt. Neben diesem
hatten wir auf dem Gelände die Möglichkeit geschaffen Volleyball, Tischtennis oder Federball zu spielen, sich auf einer Slackline
zu probieren und abends gemütlich am Feuer den Tag ausklingen zu lassen.
Nach dem Anreisesonntag verbrachten wir nach getaner Arbeit den Montagnachmittag zum Kennenlernen mit Volleyball, Tischtennis und
Minigolf im Kloster Nimbschen.
Am Dienstag stand nachmittags jedem seine freie Freizeitgestaltung an. Den JG-Dienstag hatten wir, wie die letzten Jahre auch, ins
Workcamp verlegt. Gefüllt hat diesen Abend unser Jugendpfarrer Henning Olschowsky aus Mutzschen mit einem Trommelkurs, was zusammen
mit dem Ort und dem Sonnenuntergang eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre schaffte.
Am Ende unserer Arbeitszeit am Mittwoch hatten wir bereits so gut wie alle von uns vorgenommenen Arbeiten erledigt, eine
Bruchsteinmauer war verfugt worden, die Dachterrasse war entgrünt und "enterdet", nun standen uns noch fast zwei komplette
Arbeitstage zur Verfügung.
Am Nachmittag stand eine alte Workcamptradition auf dem Tagesplan: Das "Eisessen satt".
Dabei darf jeder so viele Kugeln Eis essen wie er kann, neuer Rekord sind nun 26 Kugeln. Wie die anderen Abende auch, verbrachten
wir auch wieder diesen in Gemeinschaft am Feuer.
Am Donnerstag nahmen wir neue Aufgaben in Angriff, wir begannen eine weitere Bruchsteinwand zu verfugen, ein Bad und einen Garten
zu entrümpeln, Bruchsteinmauern abzutragen und angehäufte Erde zu verteilen. Am Nachmittag stand eine Freizeitaktivität der
besonderen Art an, als Gruppe fuhren wir in die Nähe von Eilenburg zum Wasserski.
Eine Stunde konnte sich dort jeder auf den
Brettern versuchen und sich mehr oder weniger lange auf dem Wasser halten.
Am Freitag beendeten wir, unsere Arbeit etwas früher und fuhren am Nachmittag wieder etwas weiter weg, diesmal in die
Hohburger Berge, wo wir
fachmännisch betreut in einem ausgedienten Steinbruch auf drei Routen den Fels erklettern und am Ende noch einmal komplett
hinabseilen konnten. Obwohl
die eigentliche Abschlussfeier erst am Samstag statt finden sollte, ließen wir den letzten Arbeitstag schon in bester Feierstimmung
mit selbst gemachtem Döner und Lagerfeuer ausklingen.
Den Samstag begannen wir mit gemütlichem und ausgedehntem Frühstück, bevor wir selbst künstlerisch kreativ wurden und jeder sein
eigenes Windlicht töpfern konnte. Auf Wunsch der Mehrheit fuhren wir am späten Nachmittag doch noch einmal ins Freibad Kleinbothen
und verbrachten dort ausgelassene Stunden im kühlen Nass. Am Abend packten alle noch einmal mit an, als es ans Vorbereiten der
Abschiedsfeier ging. Neben Gegrilltem wurden reichlich Beilagen und Rester aufgetischt.
Zum Abschluss hatten wir uns noch die Band
"Windstill" aus der Region eingeladen, die zwar vor wenig, aber begeistertem Publikum in wunderbarer Atmosphäre ihr Programm
zum Besten gab. Nach langer nächtlicher Feier, standen am Sonntag die Aufräumarbeiten und der Abschied an, bevor auch die
Campleitung am späten Abend, nach erster Reflexion des Camps, das Gelände der Schaddelmühle hinter uns ließen.
Getragen wurde das Workcamp wie immer mit Spenden der Umgebungsbevölkerung und einer finanziellen Unterstützung des Jugendamtes,
sowie täglichen Brot- und Brötchenspenden der Bäckerei Wolf, auch diese Jahr möchte ich mich für jegliche Unterstützung bedanken.
Rückblickend denke ich können alle auf eine erfolg- und erlebnisreiche Woche Workcamp in Schaddel zurück schauen und hoffen,
dass das nächste ebenso erfolgreich ablaufen wird und wir viele junge Menschen mit unserem Projekt in Seelingstädt erreichen können.